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FRITZ!Box

Als FRITZ!Box werden DSL-Router des Herstellers AVM bezeichnet, die mit einem Unix-System betrieben werden und sich durch zahlreiche Features und hohen Bedienkomfort auszeichnen. Zum großen Erfolg der FRITZ!Box-Router trägt eine besondere Eigenschaft der deutschen Internet-Struktur bei: Im Gegensatz zum internationalen Markt werden in Deutschland Internetverbindungen über ISDN-Lösungen realisiert, wohingegen Nutzer im Ausland über analoge Telefonanschlüsse und die Verbindungsart ADSL-over-POTS im Netz surfen. Dass AVM mit der FRITZ!Box dieses spezifisch deutsche Szenario bedient, verhalf der Firma und dem Router zur Marktdurchdringung. Häufig finden sich FRITZ!Box-Modelle zudem in den Starter-Packs der Breitband-Anbieter, was ebenso zu ihrer Verbreitung beiträgt.

Features der FRITZ!Box-Modelle

Neben VoIP-Funktionalität und WLAN bieten aktuelle FRITZ!Box-Systeme auch zusätzliche Features wie NAS-Support und dienen als Druckerserver. Das heißt, dass Sie eine Festplatte oder einen USB-Stick anschließen, um mit mehreren Computern auf Dateien zuzugreifen oder gemeinsam einen, an die FRITZ!Box angeschlossenen Drucker zu verwenden. Auch Scanner werden via USB mit der FRITZ!Box verbunden und stehen so mehreren Anwendern zur Verfügung. Darüber hinaus können geeignete FRITZ!Box-Modelle auch als DECT-Basisstation mit bis zu sechs kompatiblen Telefon-Handteilen genutzt werden. Konfiguriert wird die FRITZ!Box über den Webbrowser oder spezifische Programme. Zudem signalisieren Leuchtdioden an der Gerätefront bestimmte Aktivitäten wie Internet-Konnektivität oder einen Telefonanruf.

Praktisches Zubehör für die FRITZ!Box

Der FRITZ!Box-Hersteller AVM bietet auch umfangreiches Zubehör für die beliebten DSL-Router an. So gibt es unter dem Namen FRITZ!WLAN für die FRITZ!Box optimierte USB-Sticks, mit denen Sie bequem Computer ohne eingebaute WLAN-Schnittstelle kabellos mit einer FRITZ!Box verbinden. Auch abgestimmte Repeater sind von AVM erhältlich, die die Reichweite des WLAN-Netzes erhöhen und dank Dualband Verbindungen im 2,4-GHz- oder 5-GHz-Bereich aufbauen. Darüber hinaus finden sich am Markt auch optimierte Powerline-Adapter, mit denen Sie jede Steckdose in einen Netzwerkanschluss verwandeln. Und auch an VoIP-Telefone hat AVM gedacht: Mit AVM-Mobilteilen nutzen Sie die Möglichkeit, über das Internet zu telefonieren.

Geschichte der FRITZ!Box

Die ersten Modelle der DSL-Router wurden Anfang 2004 auf der CeBIT in Hannover vorgestellt. Allerdings besaßen die FRITZ!Box-Router zunächst kein integriertes WLAN-Modul oder die Möglichkeit, ein analoges Telefon anzuschließen. Im Herbst 2004 kamen FRITZ!Box-Varianten auf den Markt, die dank WLAN auch die kabellose Anbindung von Notebooks und PCs ermöglichten, zudem konnten analoge Telefone mit der FRITZ!Box verbunden und für VoIP- und Festnetzgespräche genutzt werden. Es folgten in den kommenden Jahren auch Modelle mit integriertem USB-Port, NAS-Funktionalität und Unterstützung für Gigabit-Netzwerkleitungen.

Unterscheidung der FRITZ!Box-Modelle

Im Laufe der Zeit präsentierte AVM unterschiedliche Produktlinien der DSL-Router: Unter der klassischen Bezeichnung FRITZ!Box erschienen zunächst lediglich Modelle mit DSL-Modem und LAN-Router, allerdings ohne integriertes WLAN. Heute bezeichnet der Markenname FRITZ!Box alle DSL-Modelle AVMs. In der Vergangenheit wurde auch zwischen FRITZ!Box Fon (Geräte mit VoIP-Funktionalität), FRITZ!Box WLAN (mit integriertem WLAN) und FRITZ!Box Fon WLAN (mit VoIP-Funktionalität und WLAN) unterschieden. Neben der traditionellen DSL-Router-Lösung FRITZ!Box stellt AVM heute auch spezialisierte Geräte mit LTE-Modem (FRITZ!Box LTE) und Kabelmodem (FRITZ!Box Cable) her.


Zuletzt aktualisiert am 10.11.2017 von Cyberport-Redaktion