Microsoft Xbox 360 Kinect-Sensor inkl. Spiel Kinect Adventures
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Hier mein Test:
Größe und Verarbeitung
Das Gerät ist erstaunlich klein (hätte es den Bildern nach größer vermutet) ca. 30 cm breit, 8 cm hoch und ca. 8 cm tief. Das Gehäuse besteht aus Kunstoff in edler schwarzer Optik.
Achtung: Das Gerät nur am Fuß anfassen und den Sensorkopf nicht manuell bewegen, den der Sensorkopf steht auf einem motorisierten Schwenkkopf und richtet sich automatisch aus!
Allerdings macht es auf Grund des mechanischen Schwenkkopfes einen sehr empfindlichen Eindruck. Einen Sturz vom Fernsehtisch wird das Gerät unter Umständen nicht überleben.
Aufstellung und Einrichtung
Zunächst sollte die neuste Xbox-Aktualisierung aus dem Netz installiert sein, die mit dieser großen Aktualisierung die Xbox auf die Sensorsteuerung vorbereitet wird.
Vor der Aufstellung des Gerätes sollte man kurz die beiliegende Anleitung lesen. Diese ist nicht lang und enthält nur die wesentlichen aber wissenswerten Informationen. So soll das Gerät in einer Höhe zwischen 60 cm und 1,80 m aufgestellt werden. Ebenso soll es auf einem festen, ebenen und nicht vibrierenden Untergrund gestellt werden. Ich selbst habe den Sensor unterhalb des Fernsehers auf den Fernsehtisch in einer Höhe von ca. 50 cm aufgestellt und es funktioniert gut.
Bei der Einrichtung dann einfach den Bildschirmanweisungen folgen.
Platzbedarf ' Das Spielfeld
Das Spielfeld hat einen idealen Abstand von 2-3 m vor dem Sensor und eine Breite von 3 m für 2 Spieler. Bei einem Spieler reicht auch ein Abstand von 2 m und eine geringere Breite. Der Sensor sollte freie Sicht auf das 'Spielfeld' haben.
Steuerung
Gesteuert wird mit dem ganzen Körper. Stellt man sich vor die Xbox und winkt ihr zu (ja, tatsächlich zuwinken!), wird die Kinect-Steuerung aktiviert. Die Hände werden dabei als Kontrollerersatz benutzt. Zeigt man mit der Hand auf ein Symbol, beginnt sich ein Kreisbanken zu füllen. Ist der Balken voll gefüllt, wird die Funktion ausgewählt.
Der Sensor erkennt alle möglichen Bewegungen: Arme, Beine, springen, ducken, nach vorne, zur Seite, nach hinten, usw.
Man kann auch eine Kinect-ID anlegen, so daß der Sensor automatisch den Spieler erkennt. Allerdings muß diese Prozedur ' bestehende aus diversen Bewegungen, die vom Spieler ausgeführt werden müssen ' bei verschiedenen Lichtverhältnissen wiederholt werden.
2 Spieler
Der Sensor kann zwei Spieler erkennen ' allerdings kann ich dazu noch nichts sagen, da ich das noch nicht ausprobiert habe.
Spiel Kinect Adventures
Das Spiel besteht eigenlich aus verschiedenen Minispielen, bei denen der eigene Avatar gesteuert wird. (jeweils in der Sicht von hinten, der Avatar ist transparent)
Ralley-Ball: Ein Ball wird gegen eine Wand geschoßen/geschlagen/geköpft oder sonst irgendwie gespielt. Ziel ist es alle Kisten vor der Wand zu zerstören.
Flusssause: Eine Raftingfahrt auf einem Fluß. Gesteuert wird über links/rechts Bewegung und springen.
Reflex-Bergkamm:
Eine Hindernisfahrt, bei der man Hindernissen ausweichen muß.
Raumknall: Es müssen möglichst viele Blasen in einem Raum zerstört werden. Dabei kann man durch schwingen der Arme hochfliegen.
20.000 Lecks: Man steht in einem Aquarium und muß mit Händen und Füßen die von den Fischen verursachten Lecks zuhalten.
Fazit:
Der Sensor ist schnell angeschlossen und die Einrichtung der Steuerung ist einfach und selbsterklärend.
Die Steuerung ist erstaunlich gut. Alle Körperteile werden erkannt und können im Spiel eingesetzt werden. Auch Bewegungen im Raum erkennt Kinect. So kann man sich nicht nur nach links und rechts, sondern auch vor und zurück bewegen.
Anders als bei der Wii ist ein 'schummeln' durch sitzen auf Sofa und bewegen des Kontrollers aus dem Handgelenk bei Kinect nicht möglich. Der Sensor erkennt, ob jemand steht oder sitzt und ob er sich richtig bewegt oder nicht.
Durch den kompletten Körpereinsatz ist das Spiel auch sehr anstrengend. Ständig muß man springen, vor, zurück, links, rechts und mit Armen und Beinen rumfuchteln. Deshalb macht rutschfestes Schuhwerk eine Menge Sinn!! Ich selbst war nach 1 Stunde durchgeschwitzt und völlig KO! (Na gut, ich muß mich selbst auch als völlig untrainiert bezeichnen!)
Wer allerdings eine reaktionsschnelle Steuerung erwartet, der sollte seine Ansprüche zurückschrauben. Ähnlich wie bei der Wii reagiert die Steuerung etwas verzögert. Man muß also etwas vorausschauend spielen, denn mit Reflexen ist kein Blumentopf zu gewinnen. Aus dem Grund funktionieren langsame Spiele auch besser als schnelle Spiele.
In der Summe ist die Steuerung faszinierend, spannend und macht viel Spaß. Allerdings sind die Minispiele bei Kinect Adventures auch nur Minispiele, so daß sich die Elemente und Abläufe schnell wiederholen. Es bleibt abzuwarten wie sich der Spielspaß bei anderen Spielen entwickelt.
Ob der relativ hohe Preis gerechtfertigt ist, muß jeder für sich entscheiden. Wer Lust hat sich vor der Xbox mal richtig auszutoben, der bekommt für sein Geld ein innovatives Steuersystem das viel Spaß macht.
NACHTRAG:
Mittlerweile konnte ich auch das Spiel zu zweit testen. Und auch das funktioniert großteils reibungslos! Nur wenn die beiden Spieler hintereinander stehen oder einer bei dem anderen "ins Bild läuft" wird der Sensor kurz irritiert und es kann zu Fehlsteuerungen kommen. Es sollten also keine weiteren Spieler im Sichtfeld der Sensors sein um ein reibungsloses Spiel zu gewährleisten. Als Partyspiel scheint mir die Sensorsteuerung daher nicht so geeignet zu sein. Aber da ist die Wii mit ihren 4 Spielern sowieso im Vorteil.
Thema Lichtverhältnisse:
Es ist immer wieder zu lesen (so auch in den Kommentaren zu dieser Rezension), daß die Lichtverhältnisse ausreichend sein müssen. Das wollte ich herausfinden und habe folgendes getestet:
Alle Rolladen runter, alle Lichter aus, Fernseher so dunkel wie möglich (so daß man gerade noch was erkennt). Es ist nun zappenduster!
Ergebnis:
Die automatische Spielererkennung funktioniert nicht mehr - muß aber auch nicht, denn man kann sich manuell anmelden.
Aber die Steuerung und die Bewegungserkennung funktioniert einwandfrei!
Daß gute Lichtverhältnisse notwendig sind, kann ich also nicht bestätigen.
December 28, 2010